Anlagezeitraum – Erklärung des Begriffs

Der Begriff Anlagezeitraum bezeichnet die Zeitspanne für die Einlagen von einem Kapitalgeber an einen Einlagennehmer (Bank, Kreditinstitut) zur Verfügung gestellt wird. Für die Kapitalüberlassung zahlt der Einlagennehmer entsprechend eines vorher geschlossenen Vertrages für den Anlagezeitraum taggenau Zinsen an den Kapitalgeber.

Tagesgeld

Tagesgeldanlagen werden ohne bestimmten Anlagezeitraum getätigt. Die Gelder können ohne Kündigungsfrist jederzeit abgerufen werden. Im Gegenzug kann auch der Zinssatz täglich verändert werden, sofern die Bank keine Zinsgarantie ausspricht. Die Bank berechnet aber die Zinsen für den Anlagezeitraum.

Festgeld

Der Begriff wird meist im Zusammenhang mit Festgeld (Termingeld) benutzt. Bei Festgeld sind gängige Anlagezeiträume:
  • 1 Monat
  • 3 Monate
  • 6 Monate
  • 9 Monate
  • 12 Monate
  • 24 Monate
  • 36 Monate
  • 48 Monate
  • 60 Monate
  • 84 Monate
  • 120 Monate

Anders bei Festgeldanlagen: Hier wird einer bestimmter Anlagezeitraum vereinbart. Während des Anlagezeitraums kann nicht über das Geld verfügt werden. Dafür steht der Zinssatz fest. In der Regel erhalten Sparer höhere Zinsen, wenn sie sich für einen längeren Zeitraum festlegen. Ein anderer Begriff für Anlagezeitraum ist für Festgeld die Laufzeit.

Wie stark die Zinsen mit jedem weiteren Laufzeitjahr steigen, hängt von der Zinsstruktur zum Zeitpunkt des Kontoabschlusses ab. Es kann hin und wieder vorkommen, dass längere Anlagen nur geringfügig höher verzinst werden als Anlagen mit kurzem Anlagezeitraum.

Fremdwährungskonten

Bei Fremdwährungskonten ist für den Kontoinhaber nach erfolgter Währungstransaktion (Währungskauf: Euro in Devisen) der Anlagezeitraum wichtig. Denn Kursgewinne oder –verluste müssen nur versteuert werden (Erklärung in der Einkommensteuer), wenn die Transaktion innerhalb der Spekulationsfrist von einem Jahr erfolgte. Weitere Infos finden Sie in unserem Währungskonto Ratgeber.