Bankinsolvenz: Was Tagesgeld Anleger im Ernstfall wissen müssen

Die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers hat gezeigt, dass auch Banken nicht unsterblich sind. Andere Beispiele dafür waren die isländische Kaupthing Edge und die deutsche Noa Bank. Anleger sollten sich rechtzeitig wappnen und die wichtigsten Fakten kennen, um im Fall einer Bankpleite ungeschoren davon zu kommen.

Geht eine Bank pleite, greift die Einlagensicherung. Die gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland schützt Guthaben bis 100.000 Euro pro Person zu 100 Prozent. Alle Banken mit Ausnahme der Sparkassen und VR-Banken sind an die gesetzliche Sicherung angeschlossen. Die Sparkassen und VR-Banken schützen die Gelder ihrer Kunden durch eine verbundinterne Institutshaftung in unbegrenzter Höhe. Viele Banken sind zusätzlich zur gesetzlichen Sicherung an eine private Einlagensicherung angeschlossen, die weitaus größere Beträge schützt.

Wichtig: Die Einlagensicherung schützt nicht alle Vermögensarten. Nicht geschützt sind zum Beispiel Einlagen, die nicht auf Euro oder auf die Währung eines EU-Landes lauten. Das betrifft zum Beispiel Konten, die in Schweizer Franken oder US-Dollar geführt werden. Nicht geschützt sind zudem Inhaberschuldverschreibungen, die das insolvente Institut ausgegeben hat. Deren Besitzer sind rechtlich ganz gewöhnliche Gläubiger und müssen ihr Geld abschreiben bzw. ihre Ansprüche gegen die Insolvenzmasse geltend machen. Sicht-, Termin- und Spareinlagen in Euro sind hingegen geschützt.

Nicht nur deutsche Banken, sondern auch Institute im europäischen Ausland werben um die Guthaben deutscher Kunden. Einige der besten Banken für Tagesgeld der letzten Jahre haben ihren Sitz in den Niederlanden, Österreich, Großbritannien oder Luxemburg. Banken innerhalb der EU müssen an ein Einlagensicherungssystem angeschlossen sein, das 100.000 Euro pro Kunde zu 100 Prozent schützt.

In diesem Rahmen besteht unter normalen Umständen dementsprechend kein erhöhtes Risiko. Kommt es zu einer Insolvenz, müssen Anleger allerdings mit den zuständigen Stellen im Ausland und somit ggf. auch in fremder Sprache korrespondieren.

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