Hohe Kursausschläge an den Börsen haben keine Einfluss auf Tagesgelder

Börsenkurs Volatilität lässt Tagesgeldanleger kalt

Der Spruch „No risk no fun“ könnte abgewandelt und auf die Geldanlage bezogen auch „keine Rendite ohne Risiko“ heißen. Was irgendwie zwar stimmt und trotzdem nicht allgemeingültig ist. Die Rendite aus einer Tagesgeld Anlage ist ein Beispiel dafür, dass die pauschale Nullhypothese zurückgewiesen werden kann.

VDAX-New

Abb. 1: V-DAX New als Indikator für Kursschwankungen. Quelle: boerse-frankfurt.de

Stehen Risiko und Rendite noch in einem angemessenen Verhältnis?

Aktuell zeigen Aktien- und Devisenkurse ungewöhnlich hohe Schwankungen, die sich bei etlichen Depots in der Performance negativ auswirken. Stehen da Risiko und Rendite noch in einem angemessenen Verhältnis? Potenziell kann mit höherem Risiko, theoretisch und natürlich auch praktisch eine höhere Rendite erzielt werden (Broker Angebote finden Sie auf unserem Depotkonto Vergleich).

Über Hebel kann beispielsweise mit einem Optionsschein auf die Entwicklung eines Basiswertes wie Rohöl, oder ein Devisenpaar wie USD/EUR gesetzt werden (bei der Gelegenheit, ein Basiswert „Tagesgeld“ oder ein entsprechender Index wird an der Börse nicht angeboten). Ein Blick auf die Charts der vergangenen Monate zeigt aber sofort, dass hier schon viel Glück dazugehört hat, um ordentliche Gewinne einzufahren. Gleiches gilt für sehr viele Akten, für die hier nur stellvertretend der DAX als Index genannt werden sollt. Um es auf den Punkt zu bringen, aktuell sind die externen Einflussfaktoren auf den Finanzmarkt im Allgemeinen und auf die einzelnen Assetklassen im Besonderen einer extremen Dynamik unterworfen, die eine relativ hohe Volatilität erzeugt und offenbar gelichgerichtet wirkt. Und wer gemäß „keine Rendite ohne Risiko“ in risikoreiche Finanzmarktprodukte investiert, kann auch schnell hohe Verluste einfahren, für die es eventuell Jahre braucht um sie wieder glattzustellen.

Das Tagesgeldkonto als Ruhekissen

Inhaber eines Tagesgeldkontos interessiert das alles wenig. Hier wirkt kein Hebel im Positiven wie im Negativen. Hier sind auch die externen Einflussfaktoren relativ überschaubar, es handelt sich dabei hauptsächlich um die Zinspolitik der europäischen und amerikanischen Notenbank. Und die Rendite war für Guthaben auf Tagesgeld in den letzten Monaten gar nicht schlecht. Kein Stress, die Geldanlage eher ein Ruhekissen. Da für den Sparer der Realzins wichtig ist und nicht der Nominalzins, hat der Ölpreisverfall gute Dienste getan. Dadurch war die Inflationsrate 2015 mit rund 0,25% relativ gering und die Realzinsen erreichten in mehreren Monaten 1%. Solche Werte konnten zumindest Anleger mit Tagesgeld erzielen, die sich für eines der besten Angebote aus unserem Vergleichsrechner entschieden hatten. Hier war für Neukunden ganzjährig immer über 1,0% an Zinsen möglich. Bei der Renault direkt Bank kamen auch Bestandskunden ganzjährig auf die 1% Zinsen. Den Zins gab es ohne Stress: die Tagesgeldzinssätzen wiesen keine nennenswerten Schwankungen im Jahresverlauf auf. Kursänderungen bei den Devisen spielten keine Rolle, da die Einlage ja auf Euro lautete.