Effektivzins

Der Effektivzins berücksichtigt nicht nur den eigentlichen Zinssatz (Nominalzins), sondern auch alle zusätzlichen Gebühren, die mit einem Kredit oder einer Tagesgeldanlage verbunden sind. Beim Tagesgeld hat der Effektivzins im Zusammenhang mit einer unterjährigen Zinsgutschrift eine Bedeutung.

Werden die Zinsen mehr als nur einmal im Jahr gutgeschrieben, ergibt sich dadurch ein Zinseszinseffekt, der die Gesamtrendite der Anlage erhöht. Je kürzer das Intervall der Zinsgutschrift ist, desto stärker weicht der Effektivzins vom Nominalzins ab. Da sich der Zinssatz täglicher fälliger Einlagen laufend ändern kann, handelt es sich stets um einen anfänglichen Effektivzins. Bei Krediten sind im Effektivzins auch Bearbeitungs- und Kontoführungsgebühren enthalten, nicht aber die Kosten einer etwaigen Restschuldversicherung.