Was ist der EURIBOR / EONIA?

Auch die Zinssätze der Tagesgeldkonten werden durch verschiedene andere wirtschaftliche Faktoren beeinflusst. So wirken sich etwa Veränderungen beim Euribor-Zinssatz bzw. den Euribor-Zinssätzen auf das durchschnittliche Zinsniveau im Tagesgeldbereich aus. Die Euro Interbank Offered Rate (Euribor) errechnet sich bei verschiedenen Laufzeiten aus den Zinssätzen für Anleihenprodukte, die bei 57 europäischen Instituten in der Gemeinschaftswährung Euro gehandelt werden. Der zweite einflussreiche Wert – der Eonia oder auch Euro OverNight Index Average – wird im Zusammenhang mit dem Internetbankenbereich kalkuliert. Hier werden die Zinssätze von 43 Banken zugrunde gelegt, die sich auf die wechselseitige Darlehensvergabe zwischen den Instituten beziehen.

Die Zinssätze, die auf dem Finanzmarkt bei den verschiedenen Produkten für die Anleger geboten werden, basieren ihrerseits auf anderen übergeordneten Zinssätzen. Zwei der wesentlichsten Basiswerte sind einerseits der EURIBOR sowie der EONIA andererseits.

Als Euribor – oder ausführlich Euro Interbank Offered Rate – werden die Durchschnitts-Zinssätze bezeichnet, die bei den insgesamt 57 europäischen Geldinstituten für solche Anleihen gutgeschrieben werden, die in Euro gehandelt werden. Als eines der Messinstrumente für eine ganze Bandbreit von Anlageformaten wie Hypotheken, Sparkonten oder eben Tagesgeldkonten wird der Euribor-Wert für unterschiedliche Laufzeiten angegeben. In der Regel liegen diese bei mindestens einer Woche und höchstens einem Jahr, hieraus ergibt sich eine Gesamtmenge von derzeit 15 verschiedenen Werten. Aufgrund seines weitreichenden Einflusses auf die Zinsentwicklungen in vielen Bereichen des Marktes ist der Wert auch für die normalen Verbraucher interessant.

Die zweite wichtige Größe für zinsliche Veränderungen auf dem so genannten Interbankenmarkt ist der Eonia-Wert. Dahinter verbirgt sich der so genannte „Euro OverNight Index Average“. Er gibt an, zu welchem Zinssatz innerhalb der Euro-Zone Darlehen zwischen Banken von einem auf den nächsten Tag zu einem Tag X bereitgestellt werden, ohne dass diese Ausleihungen zusätzlich besichert sein müssen. Verantwortlich für die Bekanntgabe und Festlegung des Eonia ist seit dem Jahr 1999 die Europäische Zentralbank (EZB).

Der tagesaktuelle Eonia-Satz ergibt sich aus dem durchschnittlichen Zinssatz, zu dem sich die als Euribor-Panel-Banken bezeichneten Institute Geld leihen. Dieses Panel setzt sich aus derzeit 43 europäischen Banken zusammen, die größtenteils in der Euro-Zone bzw. vereinzelt in der Eu zu den Instituten mit dem umfangreichsten Geschäftsvolumen auf dem Geldmarkt innerhalb der Euro-Zone vertreten sind. Der Eonia-Wert ist vor allem für Fonds und verschiedene Anleihe-Produkte eine relevante Berechnungsgröße.

Das Wichtigste zum EURIBOR / EONIA im Überblick:

  • Euribor-Zinssatz ist Durchschnittswert von 57 Zinssätzen bei europäischen Banken im Bereich des Anleihenmarktes
  • Euribor wird in 15 verschiedenen Formen angeben (in Abhängigkeit zur Laufzeit)
  • Euribor hat Einfluss auf zahlreiche Geldanlagen wie Tagegeld- und Festgeldkonten sowie Sparkonten oder Hypotheken-Zinssätze
  • Eonia-Zinssatz wird seit 1999 aus Darlehen im Internbankengeschäft berechnet, Berechnung erfolgt durch die EZB
  • Zugrunde gelegt werden die Zinssätze von 43 Banken aus Europa (sowohl aus der Euro-Zone als auch aus der EU)
  • Eonia besonders bedeutend für Fonds-Produkte und vergleichbare Anlageformen

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