EZB senkt Leitzins von 1,50 auf 1,25 Prozent

Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins für die Eurozone am Donnerstag von 1,50 auf 1,25 Prozent gesenkt. Damit sorgte die Zentralbank bei der ersten Ratssitzung unter dem neuen EZB-Präsident Mario Draghi für eine Überraschung. Das Signal ist deutlich:

Die Zentralbank verlässt den Stabilitätspfad und stellt Stimuli für die Wirtschaft vor die Wahrung der Preisstabilität. Ökonomen hatten trotz des sich eintrübenden konjunkturellen Umfeldes keine Leitzinssenkung erwartet. Für die nächsten Monate war ein solcher Schritt allerdings erwartet und auch am Geldmarkt eingepreist worden. Die Inflationsrate im Euroraum liegt derzeit deutlich über der EZB-Zielmarke von knapp unter 2,0 Prozent. Draghis Vorgänger Jean-Claude Trichet hatte angesichts der hohen Inflationsraten den Leitzins in zwei Schritten angehoben, weitere Zinserhöhungen dann aber aufgrund der Konjunktur vermieden. Sparer müssen sich auf ein insgesamt schlechteres Angebot einstellen.

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