Finanzkrise

Die Finanzkrise der Jahre 2007 bis 2009 bezeichnet Vorfälle an den weltweiten Finanz- und Immobilienmärkten, die die Stabilität der Weltwirtschaft und des weltweiten Finanzsystems zeitweise zu zerstören drohten. Der Ausgangspunkt der Finanzkrise war eine ausgedehnte Blasenbildung auf dem US-Immobilienmarkt.

Millionen überschuldete Haushalte konnten die Raten für ihre Immobilienkredite nicht mehr zahlen, woraufhin es zu gewaltigen Kreditausfällen in den Büchern der Banken kam. Die strauchelnden Banken standen kurz vor dem Kollaps bzw. wurden wie im Fall der US-Bank Lehman Brothers sogar insolvent.

Durch die starke Vernetzung innerhalb des weltweiten Finanzsystems breiteten sich die Risiken über den ganzen Globus aus und stürzten die Weltwirtschaft schließlich in eine schwere Rezession. Das BIP in Deutschland sank im Jahr 2009 mit 4,7 Prozent so stark wie nie zuvor in der Nachkriegszeit.