Fremdwährungskonto – in fremde Währungen investieren

Was sind Fremdwährungskonten? Ein Ratgeber für Anleger

Fremdwährungskonten sind Konten, die nicht in der Währung des Heimatlandes des Kontoinhabers oder des Hauptsitzes eines Unternehmens geführt werden. Das Fremdwährungskonto muss dafür allerdings nicht bei einem ausländischen Bankinstitut eröffnet werden, sondern kann auch von einer inländischen Bank zur Verfügung gestellt werden.

Wie genau ein Fremdwährungskonto genutzt werden kann, hängt auch von der Art des jeweiligen Kontos ab. Als Geschäftskonto ist es in der Regel nicht möglich, Auszahlungen im Inland vorzunehmen, dafür sind Überweisungen und Geldeingänge mit einem herkömmlichen Giro- oder Geschäftskonto vergleichbar. Wird das Fremdwährungskonto hingegen als Geldanlage genutzt, ist es wesentlich verbreiteter, dass das Währungskonto ähnliche Konditionen wie ein Tagesgeldkonto aufweist. Auch Überweisungen sind hier dann häufig nur auf ein mit dem Währungskonto verbundenen anderen Konto beim gleichen Institut möglich. Deswegen lassen sich die meisten Angebote für Währungskonten auch hinsichtlich ihrer Zielgruppe unterscheiden. Wer das Währungskonto als Geldanlage nutzen möchte, achtet in der Regel eher auf die Zinsen und ist bereit, Einbußen bei Überweisungen in Kauf zu nehmen. Wer das Devisenkonto hingegen eher als Geschäftskonto nutzen möchte, kann auf Tagesgeldzinsen verzichten und bevorzugt günstige Konditionen bei finanziellen Transaktionen.

Der US Dollar ist begehrt

Fremdwährungskonten werden sowohl von den herkömmlichen Filialbanken als auch von Online Brokern angeboten. In der Regel werden vor allem die häufigsten Währungen abgedeckt, Exoten werden eher selten angeboten und sind eher bei Direktbanken zu finden. Derzeit sind vor allem US-Dollar, Britisches Pfund und andere Währungen aus Europa beliebt, sodass die meisten Banken Fremdwährungskonten für diese Devisen anbieten.

Der US Dollar ist als Währungskonto beliebt
Der US Dollar hat in den letzten Jahren deutlich gegenüber dem Euro aufgewertet. Quelle: comdirect.de
Investoren, die Kapital auf ein Dollar Konto angelegt haben, konnten Gewinne im zweistelligen Prozentbereich erzielen. Da die amerikanische Notenbank im Dezember 2015 und 2016 die Zinswende vollzogen hat, könnte der US Dollar auch 2017 weiter zulegen. Details zu diesem Thema und eine Übersicht von Banken, die Dollarkonten anbieten, finden Interessierte auf www.dollarkonto.com.

Die Kontoeröffnung ist oft mit der Eröffnung eines Girokontos oder Depots verbunden

Die meisten Banken fordern für die Eröffnung eines Währungskontos die Nutzung eines herkömmlichen Giro- oder Geschäftskontos. Bei Brokern kann es zudem notwendig sein, ein Wertpapierdepot zu eröffnen. Auf diese Weise können Kunden die Kontoführungsgebühren für das Währungskonto allerdings häufig bedeutend senken, sodass Zusatzkosten und der etwas größere Aufwand nicht ins Gewicht fallen. Inzwischen gibt es sogar Anbieter für Fremdwährungskonten, die keine zusätzlichen Kontoführungsgebühren erheben, sodass sich die Kosten für das Währungskonto fast vollständig auf die Wechselgebühren beschränken.
Zudem fordern inzwischen kaum noch Kreditinstitute von Privatkunden eine Mindesteinlage bei der Eröffnung des Fremdwährungskontos. Früher kam es vor, dass je nach Anbieter ein entsprechende Betrag sogar auf dem Konto verbleiben muss, solange es existiert. Wer das Fremdwährungskonto als Geschäftskonto oder für den Kauf von Wertpapieren in Fremdwährung nutzen möchte, sollte diesen Punkt deswegen besonders im Auge behalten, um den eigenen finanziellen Spielraum nicht überraschend eingeschränkt zu sehen.

Fremdwährungskonto als Anlagekonto

Mit einem Fremdwährungskonto auf Kursgewinne spekulieren Ein Fremdwährungskonto als Anlagekonto zu nutzen, ist vor allem in Zeiten des schwächelnden Euros für viele Anleger reizvoll. Sie können durch ein Währungskonto gleich auf zwei Arten profitieren: Zum einen winkt durch den Wechselkurs eine beträchtliche Rendite, zum anderen zahlen viele Anbieter für Fremdwährungskonten für Anleger wesentlich bessere Zinsen auf das Guthaben. Das liegt daran, dass sich die Zinsen für Fest- und Tagesgeld für den Euro auch am Leitzins der Europäischen Zentralbank orientieren. Für Währungen außerhalb der europäischen Wirtschaftsunion gelten somit andere Bedingungen. In Niedrigzinszeiten ist es deswegen besonders attraktiv, die Geldpolitik von Ländern, die den Euro nicht nutzen, zu verfolgen.

Anleger haben die Möglichkeit, Fremdwährungskonten bei ihrer Hausbank oder bei Direktbanken zu eröffnen. Sie sollten beim Vergleich der Anbieter für Währungskonten verschiedene Punkte beachten. Zum einen ist eine Einlagensicherung für das eingesetzte Kapital unerlässlich. Die Mindesteinlage unterscheidet sich zudem bei den verschiedenen Anbietern teils erheblich. Manche Fremdwährungskonten sind bereits ab 500 € Mindesteinlage erhältlich, bei anderen ist der zehnfache Betrag notwendig.

Die Zinsen sind natürlich ebenfalls ein bedeutendes Entscheidungskriterium. Hier kann es sinnvoll sein, auch die landestypischen Zinsen zu betrachten, um festzustellen, welche Angebote faire Konditionen bieten. Bei einigen Kreditinstituten und Währungskonten ist es zudem nicht möglich, täglich zu kündigen. Hier muss die Laufzeit bereits im Vorfeld festgelegt werden und ein flexibler Umtausch ist dann nicht möglich. Eine lange Laufzeit verbessert zwar die Zinskonditionen teilweise erheblich, allerdings schränkt es die Möglichkeiten auf wirtschaftliche oder politische Veränderungen zu reagieren, bedeutend ein. Anleger sollten sich deswegen darüber im Klaren sein, welche Form des Währungskontos für sie am besten geeignet ist und welche Voraussetzungen es erfüllen soll. Erst dann ist es überhaupt möglich, unterschiedliche Konditionen zu vergleichen.

Anleger sollten zudem auf eine sinnvolle Risikodiversifikation achten. Hierfür kann es sinnvoll sein, das verfügbare Kapital zu splitten und sowohl bei unterschiedlichen Banken als auch in verschiedenen Währungen anzulegen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Einlagensicherung

Die Einlagensicherung für Fremdwährungskonten hat sich durch die Umsetzung der Europäischen Richtlinie der Einlagensicherungssysteme in deutsches Recht (03.07.2015 Einlagensicherungsgesetz (EinSiG)) deutlich zugunsten der Kontoinhaber verbessert: Seit Juli 2015 sind auch Guthaben auf Devisenkonten bis zu einer Höhe von 100.000 Euro gesetzlich geschützt: “ Erweiterter Entschädigungsanspruch Die Einleger aller Kreditinstitute, einschließlich der Kunden von Sparkassen und Genossenschaftsbanken, haben nun einen gesetzlichen Anspruch auf eine Entschädigung von bis zu 100.000 Euro, wenn ihr Institut nicht mehr in der Lage ist, ihre Einlagen auszuzahlen. Dieser Anspruch schließt – anders als bisher – auch Konten ein, die auf die Währung eines Staates außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums lauten, wie zum Beispiel US-Dollar.“ Quelle: bafin.de

Funktion als Geschäftskonto

Für Geschäftskunden können Fremdwährungskonten ebenfalls bedeutende Vorteile haben. Dies gilt vor allem dann, wenn eine besonders enge Verbindung in ein oder mehrere Länder vorhanden ist und Finanztransaktionen, die zwei Währungen beinhalten, an der Tagesordnung sind.

Ein Währungskonto für Unternehmen ermöglicht dann einen wesentlich schnelleren Geldtransfer und die Unabhängigkeit von Kursschwankungen. In der Regel ist das Guthaben täglich verfügbar, sodass das Nutzen von vorteilhaften Wechselkursen sogar zusätzlichen Gewinn bringen kann. Da bei einem Währungskonto für Geschäftskonten einer der größten Vorteile in der Kostenersparnis liegt, sollten Interessenten vor allem beachten, welche Gebühren für die Kontoführung und Transaktionen veranschlagt werden und welche Umtauschbedingungen die Bank bietet. Konvertierungskosten und Spreads fallen zwar deutlich weniger ins Gewicht, da auf der Rendite nicht der Schwerpunkt liegt, gute Konditionen in diesen Bereichen helfen jedoch dabei, das Wechselkursrisiko nicht nur abzumildern, sondern sogar bei günstigen Kursen davon profitieren zu können.
Bei einer sehr engen Verknüpfung mit einem bestimmten Land kann zudem ein Konto bei einem ausländischen Kreditinstitut wesentliche Vorteile mit sich bringen. Gerade schnellere Überweisungen, die zudem für Kunden kostengünstiger möglich sind, niedrigere Kontoführungsgebühren und die Möglichkeit, im Ausland Bargeld ohne hohe Gebühren abheben zu können, sprechen für ein internationales Angebot. Zudem zeigt das Unternehmen auf diese Art im entsprechenden Land Präsenz, was die Kundenbindung in der Regel deutlich erhöhen kann.

Chancen / Risiken

Die bedeutendsten Chancen haben den gleichen Ursprung wie die größten Risiken: Das Wechselkursrisiko eröffnet die Möglichkeit auf eine beträchtliche Rendite und führt gleichzeitig dazu, dass Verluste in unkalkulierbarer Höhe entstehen können. Dass vermeintlich stabile Währungen nicht so sicher sind, wie viele denken, hat erst kürzlich die Entkoppelung des Schweizer Franken vom Euro gezeigt. Fremdwährungskonten können also nicht als „sichere Geldanlage“ genutzt werden, sondern verfügen immer über einen deutlich spekulativen Charakter.

Privatanleger sollten deswegen vor der Eröffnung des Devisenkontos überlegen, ob diese Form der Geldanlage tatsächlich zu ihnen und ihrer Anlagestrategie passt. Von Kursschwankungen könne sie in der Regel auch auf andere Arten profitieren, allerdings sind auch diese häufig nicht wesentlich risikoärmer. Weitere Möglichkeiten, den schwachen Euro zu nutzen, sind jedoch der Währungshandel über Forex-Broker, Zinszertifikate, Indexfonds und Fremdwährungsanleihen. Auch der Erwerb von Immobilien im Ausland oder der Aktienkauf von ausländischen Unternehmen sind Möglichkeiten, die je nach Wahl und Wissen risikoärmer sein können – jedoch auch nicht sein müssen. Je nach Charakter und langfristigen Zielen des Anlegers können diese Anlagemöglichkeiten jedoch die bessere Wahl sein.

Der größte Vorteil von Fremdwährungskonten liegt fraglos in der Möglichkeit, gleich zweifache Erträge zu erzielen. Zum einen können Anleger teils wesentlich bessere Zinsen erzielen, zum anderen kann ein verbesserter Wechselkurs dazu führen, dass die Rendite teilweise sogar vervielfacht wird. Für viele Anleger ist deswegen auch vor allem der Wechselkurs das entscheidende Kriterium, während die Zinsen auf Tages- oder Festgeld teilweise auch bewusst aus steuerlichen Gründen vernachlässigt werden.

Zudem ist ein Fremdwährungskonto mit vergleichsweise wenig Aufwand verbunden. Vor allem bei einer festen Laufzeit muss der Anleger außer der Eröffnung zu keinem Zeitpunkt handelnd eingreifen. Selbst das Verfolgen des Wechselkurses ist dann optional und führt eher zu falschen Erwartungen, als tatsächlich sinnvoll zu sein. Der einzige Vorteil liegt dann darin, die Änderungen und Bedingungen des Währungsmarktes besser kennenzulernen.

Nachteile/Vorteile

Vorteile von Fremdwährungskonten auf einem Blick

  • Chancenorientierte Geldanlage mit erheblichen Gewinnmöglichkeiten
  • Möglichkeit von besseren Zinsen zu profitieren
  • Wechselkursgewinne können Rendite beträchtlich verbessern
  • Vereinfachung und Beschleunigung von internationalen Finanztransaktionen
  • Geringere Gebühren bei internationalen Transaktionen
  • Langfristig weniger volatil als Aktienmärkte
  • Möglichkeit, Kursverluste durch Zinserträge abzufedern

Nachteile von Fremdwährungskonten im Überblick

  • Hohes Risiko für Verluste durch Wechselkursrisiko
  • Grundwissen über Devisenhandel sowie Wirtschaft im Ziel- und Heimatland unabdingbar
  • Steuerlich teilweise benachteiligte Geldanlage
  • Angebot für verschiedene Devisen bei vielen Anbietern auf Majors beschränkt

 

Zinsen – Zinsertrag versus Kurserträge/Verluste

Der Zinsertrag ist bei vielen Fremdwährungskonten der geringste Teil der Renditechancen. Wesentlich bessere Möglichkeiten ergeben sich aus dem Wechselkurs. Wird beispielsweise ein Fremdwährungskonto in US-Dollar eröffnet und bei dem anschließenden Umtausch erhält der Kunde dafür mehr Euro zurück, als er ursprünglich für den Kauf von Dollar investiert hat, konnte er von Kurserträgen profitieren. Zudem hat er über die Laufzeit Zinsen für den Betrag in US-Dollar erhalten. Diese beiden Faktoren spielen bei der Rendite eines Währungskontos zusammen mit den Kosten und Gebühren eine entscheidende Rolle.

Der Zinsertrag kann jedoch ebenfalls mit Kursverlusten gegengerechnet werden. Auf diese Weise kann das Risiko etwas besser eingeschätzt werden. Hierfür wird der Festzins beim Währungskonto mit dem Festzins einer vergleichbaren Anlageform in Euro verglichen. Die Differenz ergibt den Betrag, um den die Währung fallen darf, ohne dass ein Verlust entsteht. Natürlich müssen hierbei auch eventuelle Wechselgebühren und Kontoführungskosten bei beiden Anlageformen miteinfließen.

Kosten: Konvertierungsentgeld, Spread Geld- Briefkurs

Die Gebühren für Währungskonten sind durch die große Konkurrenz durch die Direktbanken in vielen Fällen fast vernachlässigbar. Der beste Anbieter für Währungskonten ist deswegen der, der beim Konvertierungsentgeld punktet und den Spread zwischen Geld- und Briefkurs möglichst vorteilhaft für seine Kunden gestaltet.

Es ist leider nicht völlig ausreichend, wenn die Kursänderung zu einem Gewinn ausreichen würde. Banken bieten in der Regel Brief- und Geldkurse. Der Anleger erwirbt die Fremdwährung grundsätzlich zum Briefkurs von der Bank und verkauft sie für den Geldkurs. Die Differenz dazwischen kann je nach Anbieter beträchtlich sein und muss von der Rendite abgezogen werden.

Zudem veranschlagen relativ viele Anbieter von Währungskonten Konvertierungsgebühren, die sowohl auf den An- und Verkauf der Fremdwährung als auch bei Finanztransaktionen anfallen können. In der Regel orientieren sich die Konvertierungskosten prozentual an der Gesamtsumme.

Beide Kosten können die Rendite erheblich schmälern und müssen bei der Entscheidung für ein Währungskonto in jedem Fall beachtet werden. Gerade das Konvertierungsentgeld gibt einen Aufschluss darüber, ob der Anbieter für Währungskonten kostengünstig arbeitet.

Tipps

Wer die Eröffnung eines Fremdwährungskontos in Erwägung zieht, sollte folgenden Fragen bejahen:

  • Passt ein Fremdwährungskonto in meinen Anlagestil und ist meine Risikodiversifikation dadurch besser?
  • Habe ich ausreichend Kapital, um das Geld auch mehrere Monate auf dem Fremdwährungskonto verweilen zu lassen?
  • Kann ich einen Teilverlust des Kapitals problemlos verkraften?
  • Kenne ich mich mit der europäischen Wirtschaft und der des Ziellandes ausreichend aus? Konnte ich bereits Erfahrungen im Devisenhandel sammeln?
  • Kann ich damit umgehen, dass Währungen ein sehr volatiler Markt sind und die tägliche Entwicklung nur bedingt langfristige Prognosen ermöglicht?
  • Ist der Anbieter für Fremdwährungskonten seriös und verfügt über eine ausreichende Einlagensicherung?
  • Ist der Anbieter für Währungskonten günstig und erhebt möglichst geringe Konvertierungsgebühren? Sind die Spreads besser als bei der Konkurrenz?
  • Gibt der Anbieter die höheren Zinsen im Land der Zielwährungen ausreichend an mich weiter, um das Angebot fair zu nennen oder wäre ein Auslandskonto die bessere Alternative?
  • Fängt der Zinssatz das Wechselkursrisiko zumindest in Teilen auf?
  • Bietet das Währungskonto ausreichend hohe Chancen auf Rendite im Vergleich zu sichereren Finanzprodukten?
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    Steuern bei Fremdwährungskonten

    Die steuerliche Berücksichtigung von Fremdwährungskonten ist leider relativ komplex und nicht unbedingt zugunsten der Anlageform. Grund dafür ist auch, dass das Finanzamt sowohl Erträge aus Zinsen als auch aus Kursgewinnen unterschiedlich betrachtet und beide Renditearten versteuert. Grundsätzlich handelt es sich bei Gewinnen oder Verlusten, die innerhalb der innerhalb der Spekulationsfrist von einem Jahr anfallen, um private Veräußerungsgeschäfte.
    Dabei fallen auf den ersten Blick folgende Nachteile ins Auge:

    • Der Anleger muss auf Zinsen Abgeltungssteuer zahlen und diese selbst ans Finanzamt abführen.
    • Realisierte Währungsgewinne bei verzinsten Konten unterliegen der Einkommenssteuer.
    • Steuerfrei sind Gewinne rein aus dem Wechselkurs erst nach Ablauf einer zehnjährigen Frist. Bei einer derart langen Haltedauer steigt das Wechselkursrisiko jedoch erheblich.
    • Bei Investitionen in der Fremdwährung beginnt die Frist von Neuem, da dies als Veräußerung des Wirtschaftsgutes Fremdwährung gilt. Zudem müssen natürlich auch die Gewinne aus der erneuten Investition besteuert werden.

    Steuerlich leicht begünstigt ist allerdings das Fremdwährungskonto ohne zusätzliche Verzinsung. Hier gilt eine steuerliche Freigrenze von 599 Euro jährlich. Zudem sind Währungsgewinne dann bereits nach einem Jahr Haltedauer steuerfrei. Eine Bestätigung der Bank über die fehlende Verzinsung sollten Anleger deswegen zur Sicherheit anfordern. Aus diesem Grund werden viele Fremdwährungskonten ohne zusätzliche Verzinsung geboten. Allerdings können Kunden auf diese Weise nicht von den Zinssätzen profitieren, die normalerweise auf Tages- oder Festgeldkonten geboten werden und müssen sich ausschließlich auf die Wechselkursänderung verlassen. Dies schmälert die Renditechancen also wesentlich und erhöht zudem das Risiko für Verluste deutlich.

    News

    In den letzten Wochen beeinflussen die Notenbanken mit Ihrer Geldpolitik die Währungskurse sehr stark. Auch der drastische Rückgang des Ölpreises führt zu heftigen Reaktionen an den Devisenmärkten. Investoren mit Fremdwährungskonten benötigen starke Nerven, Intra-Week Schwankungen von 5% müssen beispielsweise beim USD EUR Paar ausgehalten werden. Literatur: Norddeutsche Landesbank Economic Adviser Dezember 2015