Halbeinkünfteverfahren

Das Halbeinkünfteverfahren war ein bis zum Jahr 2008 in Deutschland angewandtes Verfahren zur Bemessung der Steuer auf Dividendenzahlen. Die an Anleger ausgeschütteten Dividenden wurden nur zur Hälfte zum zu versteuernden Einkommen hinzugerechnet und der Einkommensteuer unterworfen.

Dadurch sollte eine Doppelbesteuerung vermieden werden, die eingetreten wäre, weil Unternehmensgewinne bereits vor der Ausschüttung unter die Körperschaftssteuer fielen. Heute greift das Halbeinkünfteverfahren nicht mehr.

Es wurde ebenso wie die früher geltende Spekulationsfrist zum 01.01.2009 abgeschafft. Dividenden werden heute wie alle anderen Kapitalerträge auch mit dem einheitlichen Steuersatz in Höhe von 25 Prozent zzgl. Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer besteuert.