Kirchensteuer – Tagesgeld

Sparer und Anleger müssen Kirchensteuer zahlen, wenn sie Mitglied in einer Kirche sind, die Steuern durch die Finanzbehörden eintreiben lässt. Die Höhe der Steuer ergibt sich als Prozentsatz des zu versteuernden Einkommens. In Bayern und Baden-Württemberg beträgt der Steuersatz 8 Prozent, in allen übrigen Bundesländern 9 Prozent bezogen auf die festgesetzte Steuer bzw. die Abgeltungsteuer in Höhe von 25 Prozent.

Mit Ausnahme von Bayern gibt es für die Kirchensteuer jedoch eine Obergrenze. Die Steuer beträgt dann abhängig vom Bundesland nicht mehr als 2,75 bis 3,5 Prozent des zu versteuernden Einkommens. Durch einen Austritt aus der Kirche kann die Kirchensteuer umgangen werden. Der Austritt muss gegenüber dem zuständigen Bürgerreferat erklärt werden und wird steuerlich grundsätzlich mit dem Monat des Austritts wirksam. Im Jahr des Austritts werden Einkünfte allerdings anteilig der Kirchensteuer unterworfen.