Quellensteuer – Tagesgeld

Quellensteuern sind Steuern, die dort erhoben und an die Finanzbehörden abgeführt werden, wo sie an anfallen. Die Lohnsteuer in Deutschland ist ein Beispiel für eine Quellensteuer. Die „Quelle“ des Arbeitslohns ist der Arbeitgeber, der die Steuer direkt vom Lohn einbehält und ans Finanzamt abführt.

Ähnlich funktioniert die Abgeltungsteuer. Banken behalten Zinsen und Dividenden sowie Kursgewinne ein und überweisen sie ans Finanzamt. Zumindest im Hinblick auf Dividenden ist die Abgeltungsteuer somit keine „echte“ Quellensteuer, weil die Quelle der Ausschüttung das Unternehmen und nicht die depotführende Bank ist.

Ein weiter Unterschied der Abgeltungsteuer liegt darin, dass es sich bei ihr nicht lediglich um eine Vorauszahlung auf die fällige Kapitalertragssteuer handelt. Mit der Abgeltungsteuer sind alle Ansprüche des Finanzamtes aus einem Geschäft abgegolten und es kommt nicht zu einer Veranlagung mit dem persönlichen Steuersatz.