Realzins – Tagesgeld

Der Realzins ist definiert als die Differenz aus dem nominalen Wertzuwachs und der Inflationsrate.

Die Situation in 2015 für eine Tagesgeldanlage: 2015 konnten mit einem Tagesgeldkonto bei einem der Top Anbieter rund 1,1% an Zinsen erwirtschaftet werden. die durchschnittliche Inflationsrate lag 2015 bei rund 0,25%. Daraus folgt für 2015 ein Realzins von 0,75% (vor Steuern). Das ist gar nicht so schlecht, denn einer Studie der Bundesbank zufolge, die die Zinsentwicklung der letzten 45 Jahre untersuchte, ist die „Negative reale Verzinsung von Einlagen kein neues Phänomen“.

Prognose Realzinsen 2016: Die Redaktion geht für 2016 von leicht steigenden Tagesgeldzinsen aus. Allerdings dürfte die Inflationsrate den Zuwachs deutlich überkompensieren, da die Energiepreise 2016 im Vergleich zu 2015 nicht mehr so stark rückläufig sein werden wie in 2015/2014.

Ein Beispiel für die Berechnung von Realzinsen: Erzielt ein Anleger beispielsweise 3 Prozent Zinsen mit einem Tagesgeldkonto und steigt der amtlich gemessene Verbraucherpreisindex im selben Zeitraum um 1 Prozent, beträgt der Realzins 2 Prozent. Der Realzins berücksichtigt in seiner einfachen Form nicht, dass Kapitalerträge wie Zinsen nach Nominalwert versteuert werden müssen. Der tatsächliche Wertzuwachs einer Anlage lässt sich nur am Nettorealzins ablesen.

Vom nominalen Wertzuwachs werden dabei zunächst die Steuern und dann die Inflationsrate subtrahiert. Es kommt sehr häufig vor, dass dieser Zinssatz negativ ist: In diesem Fall ist die Kaufkraft des angelegten Geldes gesunken. Bei Anlagen auf Sparbüchern ist der Realzins fast immer negativ.

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