Solidaritätszuschlag – Tagesgeld

Der Solidaritätszuschlag ist eine Ergänzungssteuer des Bundes zu Einkommens-, Kapitalertrags- und Körperschaftssteuer. Der Zuschlag beläuft sich vereinfacht ausgedrückt auf 5,5 Prozent der jeweiligen Steuer, die als Bemessungsgrundlage dient.

Der Solidaritätszuschlag wird bei Einkünften aus Kapitalvermögen zusammen mit der Abgeltungsteuer direkt auf Bankebene einbehalten, sofern der Sparerpauschbetrag überschritten ist bzw. der kontoführenden Bank kein Freistellungsauftrag vorliegt. Inklusive Soli-Zuschlag beläuft sich der Steuersatz auf Kapitalerträge somit auf 26,375 Prozent, wenn keine Kirchensteuer anfällt.

Der Solidaritätszuschlag wurde im Zuge der Deutschen Einheit eingeführt, unterlag allerdings nie einer Zweckbindung. Nicht zuletzt deshalb steht er seit vielen Jahren in der Kritik. Das Bundesverfassungsgericht lehnte eine Beschwerde im Jahr 2008 allerdings ab.