Tagesgeld Lexikon

In unserem Tagesgeld Lexikon werden alle Begriffe rund ums Tagesgeld kurz und verständlich erklärt.
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A

Abgeltungsteuer

Die Abgeltungsteuer ist eine Kapitalertragssteuer, mit der Einnahmen aus Zinsen, Dividenden und Kursgewinnen besteuert werden.

Anlagezeitraum

Tagesgeldanlagen werden ohne bestimmten Anlagezeitraum getätigt. Die Gelder können ohne Kündigungsfrist jederzeit abgerufen werden. Im Gegenzug kann auch der Zinssatz täglich verändert werden, sofern die Bank keine Zinsgarantie ausspricht.

Abzinsung

Bei der Abzinsung handelt es sich um einen Rechenvorgang, mit dem das Kontoguthaben ermittelt wird, das in der Gegenwart zu einem festen Zins angelegt werden muss, damit zu einem bestimmten zukünftigen Zeitpunkt ein bestimmter Geldbetrag zur Verfügung steht.

Anlagekonto

Ein Anlagekonto wird für Tages- und Festgeld sowie Termineinlagen genutzt. Es besitzt keine Zahlungsverkehrsfunktion und wird ausschließlich auf Guthabenbasis geführt. Anlagekonten werden deshalb auch nicht der Schufa gemeldet.

Anlage KAP

Die Anlage KAP ist das Formular, mit dem Einkünfte aus Kapitalvermögen im Rahmen der Einkommensteuererklärung dem Finanzamt angezeigt werden. Seit der Einführung der Abgeltungsteuer muss die Anlage KAP nur noch in wenigen Fällen abgegeben werden.

Anlagebetrag

Viele Banken setzen für Festzinsanlagen Mindestanlagebeträge fest. Die Kontoführung ist erst möglich, wenn dieser Anlagebetrag eingegangen ist. Auch bei Tagesgeldkonten spielt der Anlagebetrag häufig eine Rolle. Einige Banken verzichten auf eine Verzinsung, wenn der Kontostand unter eine festgelegte Grenze fällt.

B

Bundeswertpapiere

Bundeswertpapiere sind Schuldverschreibungen der Bundesrepublik Deutschland. Die BRD gilt als einer der sichersten Schuldner der Welt, was Bundeswertpapiere zu einer ausgesprochen sicheren Geldanlage macht. Es gibt unterschiedliche Arten von Bundeswertpapieren.

BIC

BIC steht für Bank Identifier Code. Der BIC ist ein international angewandter Codierungs-Standard, mit dem eine Bank eindeutig identifiziert werden kann. Er kommt im nationalen und internationalen Zahlungsverkehr zur Anwendung.

C

D

Deflation

Als Deflation wird eine Situation bezeichnet, in der die Preise einer Volkswirtschaft dauerhaft und auf breiter Front sinken.

Direktbank

Eine klassische Direktbank betreibt kein Filialnetz und ist für ihre Kunden ausschließlich per Internet, Telefon und Brief/Fax erreichbar.

Dauerauftrag

Mit einem Dauerauftrag können Kontoinhaber festlegen, dass zu einem bestimmten Termin im Monat eine bestimmte Summe auf ein bestimmtes anderes Konto überwiesen wird.

E

Einlagensicherungsfonds

In Deutschland gibt es mehrere freiwillige Einlagensicherungsfonds, die den Schutz der gesetzlichen Einlagensicherung ergänzen.

Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH

Die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH ist die Einrichtung der Anlegerentschädigung, die den gesetzlich vorgeschriebenen Teil der Einlagensicherung in Deutschland für die privatrechtlich organisierten Banken abdeckt.

EONIA – Euro OverNight Index Average

EONIA ist das Kürzel für Overnight Index Average und steht für einen der wichtigsten Zinssätze des Interbankenmarktes innerhalb der Euro-Währungsunion.

Euribor – Euro Interbank Offered Rate

Euribor steht als Kürzel für Euro Interbank Offered Rate. Dabei handelt es sich um einen Durchschnittszinssatz für Termingeldgeschäfte des Interbankenmarktes.

Einlagensicherung

Wird eine Bank insolvent, kann sie die Guthaben der Anleger nicht auszahlen. Um Sparer vor einer Bankpleite zu schützen gibt es in allen Ländern der EU Einlagensicherungssysteme.

Effektiver Jahreszins

Der effektive Jahreszins gibt die Erträge einer Geldanlage bezogen auf deren Nominalwert als Prozentsatz pro Jahr an. Abweichend vom Nominalzins werden dabei auch zwischenzeitliche Zinsgutschriften berücksichtigt.

Effektive Rendite

Die effektive Rendite gibt den annualisierten Ertrag einer verzinslichen Geldanlage an und berücksichtigt dabei auch zwischenzeitliche Zinszahlungen und den daraus resultierenden Zinseszinseffekt. Die effektive Rendite liegt deshalb über dem Nominalzins, wenn das Zinsgutschriftsintervall kürzer ist als ein Jahr.

Effektivverzinsung

Die Effektivverzinsung unterscheidet sich von der Nominalverzinsung dadurch, dass in ihr auch zwischenzeitliche Zinsgutschriften berücksichtigt werden. Das ist vor allem bei langfristigen Anlagen wichtig.

Einzugsermächtigung

Mit einer Einzugsermächtigung berechtigen Sparer einen Zahlungsempfänger zum Einzug fälliger Beträge zulasten ihres Girokontos. Die Einzugsermächtigung wird vom Kontoinhaber unterschrieben und der Bank vorgelegt, bei der der Einzug erfolgt. Das Einzugsermächtigungsverfahren ist eines der Lastschriftverfahren im Zahlungsverkehr.

Effektivzins

Der Effektivzins berücksichtigt nicht nur den eigentlichen Zinssatz (Nominalzins), sondern auch alle zusätzlichen Gebühren, die mit einem Kredit oder einer Tagesgeldanlage verbunden sind.

F

Fristenkongruenz

Die Fristenkongruenz leitet sich aus der goldenen Bankregel ab, der zufolge die Laufzeit ausgereichter Kredite mit der Fälligkeitsstruktur der Kundeneinlagen übereinstimmen soll.

Finanzkrise

Die Finanzkrise der Jahre 2007 bis 2009 bezeichnet Vorfälle an den weltweiten Finanz- und Immobilienmärkten, die die Stabilität der Weltwirtschaft und des weltweiten Finanzsystems zeitweise zu zerstören drohten. Der Ausgangspunkt der Finanzkrise war eine ausgedehnte Blasenbildung auf dem US-Immobilienmarkt.

Freistellungsauftrag f. Kapitalerträge

Mit einem Freistellungsauftrag für Kapitalerträge weisen Sparer ihre kontoführende Bank an, Kapitalerträge bis zur Höhe des geltenden Freibetrages von der Besteuerung auszunehmen. Von den Erträgen wird dann nicht die Abgeltungsteuer abgezogen.

Finanztest

„Finanztest“ ist neben „Test“ eines der beiden monatlich erscheinenden Verbrauchermagazine der Stiftung Warentest.

G

Grenzsteuersatz

Der Grenzsteuersatz ist der Zinssatz eines Steuerzahlers, Anlegers oder Unternehmens, der für den letzten in einem Steuerjahr erwirtschafteten Euro anfällt.

Gesetzliche Einlagensicherung

Die gesetzliche Einlagensicherung in Deutschland schützt im Fall einer Bankpleite die Guthaben der Kunden bis zu einer Höhe von 100.000 Euro pro Person. Sie tritt ein, wenn die Bafin für eine Bank den Entschädigungsfall feststellt.

Guthabenzinsen

Banken zahlen Guthabenzinsen vor allem auf Anlagekonten. Die Höhe des Zinssatzes kann entweder variabel sein wie bei Tagesgeld oder für einen bestimmten Zeitraum fest vereinbart werden wie bei Festgeldanlagen. Die Höhe der Guthabenzinsen variiert stark zwischen den verschiedenen Anbietern am Markt und hängt darüber hinaus vom allgemeinen Zinsniveau am Kapitalmarkt ab.

Geldmarktkonto

Die Bezeichnung Geldmarktkonto ist ein Synonym für Tagesgeldkonto. Der Begriff fußt auf dem Bankjargon, in dem der Geldmarkt der Markt für kurzfristig fällige Einlagen ist.

Geldmarktfonds

Geldmarktfonds sind Investmentfonds, die das Geld der Anleger zum überwiegenden Teil in Wertpapiere mit kurzer Restlaufzeit investieren.

Goldene Bankregel

Die goldene Bankregel bezieht sich auf die sogenannte Fristenkongruenz im Bankgeschäft.

H

Halbeinkünfteverfahren

Das Halbeinkünfteverfahren war ein bis zum Jahr 2008 in Deutschland angewandtes Verfahren zur Bemessung der Steuer auf Dividendenzahlen. Die an Anleger ausgeschütteten Dividenden wurden nur zur Hälfte zum zu versteuernden Einkommen hinzugerechnet und der Einkommensteuer unterworfen.

HBCI

Home Banking Computer Interface ist eine standardisierte Technologie im Online Banking für Privatkunden. Sie definiert u.a. Sicherheitsverfahren und ist unabhängig von Banken und Providern. Das PIN/Verfahren ist über HBCI ebenso standardisiert wie modernere Kartenlesegeräte.

I

Inflation

Als Inflation wird die allgemeine Teuerungsrate bezeichnet. Sie wird von verschiedenen Behörden anhand so genannter Verbraucherpreisindizes berechnet.

Interbankenrate

Als Interbankenrate wird der Zinssatz bezeichnet, zu dem sich Banken auf dem Geldmarkt bei anderen Banken Geld leihen können. Bekannte Barometer für die Zinsentwicklung am Geldmarkt sind zum Beispiel die Euribor-Zinssätze und der EONIA-Zinssatz.

Itan/Itan plus

iTAN ist die Abkürzung für „indizierte Transaktionsnummer“. Bankkunden erhalten eine nummerierte Liste mit TAN-Nummern und werden bei Aufträgen per Online Banking aufgefordert, eine bestimmte Nummer als Bestätigung einzugeben. iTANs sind dadurch sicherer als frühere TAN-Listen, von denen beliebige TANs zur Auftragsbestätigung genutzt werden konnten.

IBAN

IBAN steht für International Bank Account Number und ist ein internationaler Standard für die Identifizierung von Bankkonten, die für Privatkunden bislang vor allem bei Auslandsüberweisungen relevant ist. IBAN bestehen aus bis zu 34 Stellen, wobei die ersten beiden Stellen ein Länderkürzel und die dritte und die vierte Stelle eine Prüfziffer sind.

J

Jahressteuerbescheinigung

Eine Jahressteuerbescheinigung ist ein von der kontoführenden Bank erstellter Nachweis über vom Kontoinhaber gezahlte Kapitalertragsteuer. Banken bescheinigen den Abzug der Steuer und die Abführung an das zuständige Finanzamt.

K

Kontoführungsgebühren

Kontoführungsgebühren sind pauschale Entgelte, die Banken unabhängig von der tatsächlichen Nutzung eines Kontos für dessen Führung in Rechnung stellen.

Kombi-Angebote

Bei Kombi-Angeboten erhalten Anleger einen befristeten, sehr attraktiven Zinssatz auf Anlagen in Tagesgeld oder Festgeld, wenn sie zugleich Investmentfonds kaufen. Banken bieten dann zum Beispiel 5 Prozent Zinsen p.a. aufs Tagesgeld mit 6 Monaten Zinsgarantie für maximal X Euro, wobei X die Summe ist, die zugleich auch in Fonds investiert wird.

Kapitalerträge

Kapitalerträge sind Einkünfte in Form von Zinsen, Dividenden, Beteiligungen etc. Kapitalerträge unterliegen in Deutschland der Steuerpflicht. Der Steuersatz beträgt einheitlich 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer und wird in den meisten Fällen direkt auf Bankebene einbehalten.

Kapitalbesteuerung

Einkünfte aus Kapitalvermögen unterliegen in Deutschland der Steuerpflicht. Seit dem Jahr 2009 ist die Abgeltungsteuer in Kraft. Banken behalten die fälligen Steuern auf Zinsen und Dividenden sowie Kursgewinne direkt ein und führen sie an das Finanzamt ab.

Kapitaleinkünfte

Kapitaleinkünfte sind Einkünfte aus Zinsen, Dividenden und Kursgewinnen. Sie unterliegen im Jahr des Zuflusses der Steuerpflicht. Als Zeitpunkt des Zuflusses gilt bei Zinsen der Tag der Gutschrift auf dem Konto und bei Dividenden die Einbuchung der Dividende ins Depot. Bei Kursgewinnen ist der Zeitpunkt der Realisierung der Erträge maßgeblich.

Kirchensteuer

Sparer und Anleger müssen Kirchensteuer zahlen, wenn sie Mitglied in einer Kirche sind, die Steuern durch die Finanzbehörden eintreiben lässt. Die Höhe der Steuer ergibt sich als Prozentsatz des zu versteuernden Einkommens. In Bayern und Baden-Württemberg beträgt der Steuersatz 8 Prozent, in allen übrigen Bundesländern 9 Prozent bezogen auf die festgesetzte Steuer bzw. die Abgeltungsteuer in Höhe von 25 Prozent.

Kontokorrentkonto

Als Kontokorrentkonto werden im Bank-Jargon Girokonten bezeichnet. Die Ein- und Ausgänge auf dem Konto werden laufend miteinander verrechnet und es wird ein Saldo gebildet.

Kurzfristige Geldanlage

Für Geldanlagen gilt ein Zeithorizont von bis zu 12 Monaten als kurzfristig.

Kapitalertragssteuer

Kapitalerträge sind in Deutschland steuerpflichtig. Sie werden seit dem Jahr 2009 mit der Abgeltungsteuer besteuert.

L

Leitzins

Der Leitzins ist der Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken bei der Zentralbank gegen Sicherheiten Geld leihen können. Die Zentralbank legt den Leitzins allein fest und steuert so die Zins- und Geldmengenentwicklung.

Laufzeit

Festzinsanlagen werden für eine bestimmte Laufzeit abgeschlossen, für die der Guthabenzins feststeht. Die Laufzeit hat verschiedene Auswirkungen auf das Profil der Anlage. Im Normalfall liegt der jährliche Zinssatz umso höher, je länger die Laufzeit ist.

Langfristige Geldanlage

Langfristige Geldanlagen erstrecken sich über einen Zeithorizont von mindestens fünf Jahren.

Lastschrift/Lastschriftverfahren

Einige Banken ermöglichen es, per Lastschrift Beträge vom Referenzkonto einzuziehen und auf das Tagesgeldkonto einzuzahlen.

M

Mindesteinlage

Mindesteinlagen können zwei Bedeutungen haben. Bei vielen Banken ist eine Kontoeröffnung unterhalb eines bestimmten Anlagebetrages gar nicht möglich – dann überweist die Bank bei unterschrittener Mindesteinlage die Guthaben zurück.

Maximaleinlage

Viele Banken legen bei Tagesgeld- und Festgeldkonten Maximalanlagebeträge fest. Kommt es zu einer Überschreitung der Maximaleinlage, werden über diese hinausgehende Guthabenanteile nicht verzinst. Marktübliche Maximaleinlagen liegen bei 500.000 oder 1.000.000 Euro. Einige Banken setzen auch 50.000 oder 250.000 Euro fest.

Mobile-TAN/SMS-TAN

Beim Einsatz des Mobile TAN-Verfahrens erhalten Bankkunden nach dem Ausfüllen eines Formulars im Online Banking eine SMS mit einer einmalig und nur für den jeweiligen Vorgang gültigen Transaktionsnummer.

N

Nominalzins

Der Nominalzins ist der Zinssatz, der für eine Geldanlage vereinbart bzw. angeboten wird.

Neukundenaktion

Neukundenaktionen dienen Banken zur Kundengewinnung und werden häufig mit besonderen Konditionen für Tagesgeldkonten kombiniert. Die Sonderkonditionen gelten dann nur für Neukunden, wobei die Einstufung als Neukunde nicht bei jeder Bank gleich definiert ist.

NV-Bescheinigung

Eine Nichtveranlagungsbescheinigung kann beim zuständigen Finanzamt beantragt werden, wenn voraussichtlich keine Einkommenssteuer anfällt, weil die Erträge unter den geltenden Freibeträgen liegen.

O

Online Tagesgeld

Viele Tagesgeldkonten werden ausschließlich online geführt. Sowohl Überweisungen aufs Referenzkonto als auch Umsatzabfragen werden per Online Banking getätigt. Ein telefonischer Kundenservice steht nicht zur Verfügung.

P

Prolongation

Bei Festgeldanlagen kommt es bei einigen Banken zu einer automatischer Prolongation: Kündigt der Kontoinhaber nicht rechtzeitig das Konto und fordert die Auszahlung an, kommt es zu einer automatischen Wiederanlage zu den dann geltenden Konditionen.

Postident

Das Postident-Verfahren dient zur Legitimation von Kunden bei der Kontoeröffnung, wenn diese nicht in einer Filiale vor Ort erfolgt. Dem Neukunden wird ein Code zugestellt, den er zusammen mit seinem Personal- oder Reisepass in der nächsten Filiale der Deutschen Post vorlegt.

p.a.

Die Abkürzung p.a. steht für pro anno und bedeutet übersetzt „pro Jahr“.

Q

Quellensteuer

Quellensteuern sind Steuern, die dort erhoben und an die Finanzbehörden abgeführt werden, wo sie an anfallen.

R

Realzins

Der Realzins ist definiert als die Differenz aus dem nominalen Wertzuwachs und der Inflationsrate.

Referenzkonto

Das Referenzkonto ist das Konto, von dem aus Einzahlungen auf Anlagekonten erfolgen und zu dessen Gunsten Auszahlungen veranlasst werden können.

Rendite von Geldanlagen

Die Rendite von Geldanlagen hängt von mehreren Variablen ab. Bei festverzinslichen Anlagen sind das vor allem die Laufzeit und das Zinsniveau am Kapitalmarkt beim Abschluss der Anlage. Je länger die Laufzeit, desto höher ist im Normalfall auch die jährliche Rendite.

Rückfallzinsen

Rückfallzinsen kommen bei Festgeldanlagen zur Anwendung, wenn vorzeitig ganz oder teilweise über das angelegte Geld verfügt wird. Für den frühzeitig verfügten Teil gilt dann rückwirkend ein geringerer als der ursprünglich vereinbarte Zins – das ist der Rückfallzins. Er wird taggenau berechnet.

S

Schufa

Die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist die größte deutsche Auskunftei und hat ihren Sitz in Wiesbaden.

Sparerfreibetrag

Der Sparerfreibetrag galt bis zum Jahr 2008 und regelte, dass Steuerpflichtige unabhängig von ihrem sonstigen Einkommen Kapitalerträge in Höhe von 801 Euro im Jahr steuerfrei vereinnahmen konnten. Für gemeinsam veranlagte Ehegatten galt ein Freibetrag in Höhe von 1602 Euro.

Sparerpauschbetrag

Der Sparerpauschbetrag ist der Freibetrag für Kapitalerträge. Er beläuft sich auf 801 Euro im Jahr für Alleinstehende und 1602 Euro im Jahr für gemeinsam veranlagte Eheleute. Der Pauschbetrag löste im Jahr 2009 den früheren Sparerfreibetrag ab.

Sicherungsgrenze

Die Sicherungsgrenze gibt an, bis zu welchem Betrag pro Kunde die Guthaben bei einer Bank durch die Einlagensicherung geschützt sind. Die Sicherungsgrenze der gesetzlichen Einlagensicherung ist bei allen deutschen Banken und Banken aus der EU einheitlich und beträgt 100.000 Euro pro Kunde und Schadensfall.

Solidaritätszuschlag

Der Solidaritätszuschlag ist eine Ergänzungssteuer des Bundes zu Einkommens-, Kapitalertrags- und Körperschaftssteuer.

Spareinlage

Spareinlagen sind Einlagen bei Banken, die mehrere Bedingungen erfüllen.

T

Tagesanleihe

Die Tagesanleihe ist ein unbefristetes Bundeswertpapier, das seit dem Jahr 2008 gehandelt wird.

Tagesgeld Hopping

Tagesgeld Hopping ist eine Strategie: Anleger suchen dabei gezielt nach Tagesgeld Sonderangeboten und schichten ihr Geld laufend zum jeweils besten Angebot um.

Tagesgeld Rechner

Mit einem Tagesgeld Rechner lassen sich die Tagesgeldangebote verschiedener Banken mit wenigen Klicks vergleichen. Binnen kürzester Zeit können Anleger so einen Informationsstand erreichen, der sonst Stunden oder sogar Tage der Recherche benötigen würde.

Tagesgeld

Tagesgeld bezeichnet täglich fällige Bankeinlagen. Diese Anlageform hat sich in den vergangenen 10 Jahren zu einer der populärsten Geldanlagen deutscher Sparer entwickelt.

Tagesgeldkonto

Ein Tagesgeldkonto zeichnet sich durch die tägliche Fälligkeit sämtlicher Guthaben aus. Anleger können anders als bei Festgeld und Sparbuch jederzeit über ihr Vermögen verfügen.

Tageszinsen

Der Begriff Tageszinsen wird häufig als Synonym für die Verzinsung täglich fälliger Einlagen genutzt. Der Begriff rührt wie beim Tagesgeld aus dem Umstand, dass die Guthaben jederzeit und ohne Kündigungsfrist verfügbar sind. Die Höhe von Tageszinsen hängt von verschiedenen Faktoren ab.

Termingeld

Unter die Bezeichnung Termingeld fallen Festgeldkonten ebenso wie Geldanlagen, bei denen Bank und Kunde eine bestimmte Kündigungsfrist vereinbaren.

Termineinlagen

Termineinlagen sind verzinsliche Anlagen, bei denen entweder eine bestimmte Anlagedauer oder eine Kündigungsfrist vereinbart wird.

TAN

TAN ist die Abkürzung für Transaktionsnummer. Mit einer Transaktionsnummer bestätigen Bankkunden Aufträge im Online Banking.

Telefonbanking

Beim Telefonbanking legitimiert sich der Kontoinhaber mittels einer separaten PIN für die Teilnahme an der telefonischen Kontoführung.

Treuhandkonto

Treuhandkonten werden meistens von Notaren oder Anwälten oder Wirtschaftsprüfern geführt.

U

Umlaufgrenze

Die Umlaufgrenze gibt vor, in welchem Umfang Hypothekenbanken Kommunalobligationen und Pfandbriefe emittieren dürfen.

Umlaufsrendite

Die Umlaufsrendite ist ein Maß für das Zinsniveau am Anleihemarkt. Sie gibt den durchschnittlichen Zinssatz aller am Markt gehandelten Anleihen von Emittenten bester Bonität wieder.

V

Vermögenswirksame-Leistungen

Vermögenswirksame Leistungen sind ein Bestandteil des Arbeitslohns, der entweder in einem Arbeits- oder in einem Tarifvertrag festgelegt wird.

Verrechnungskonto

Verrechnungskonten kommen bei Festgeldanlagen zur Anwendung und werden dem Referenzkonto und dem Festgeldkonto zwischengeschaltet.

Vorfälligkeitsentschädigung

Kreditnehmer müssen eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen, wenn sie einen Kredit mit Zinsbindung vor dem Ende der planmäßigen Laufzeit zurückzahlen.

W

X

Y

Z

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko betrifft Anleger bei einer Entscheidung für oder gegen Festgeld im Vergleich zu einer Anlage in Tagesgeld.

Zinshopping

Beim Zinshopping suchen Anleger laufend nach den besten Tagesgeldangeboten am Markt und schichten ihr Geld konsequent zu den Banken mit dem höchsten Zinssatz um.

Zinsgarantie

Banken sprechen für Tagesgeldkonten im Rahmen von Sonderangeboten manchmal Zinsgarantien aus. Eine Zinsgarantie gewährleistet, dass der Zinssatz für einen bestimmten Zeitraum nicht verändert wird.

Zinsstaffel

Viele Banken staffeln die Verzinsung ihrer Tagesgeldkonten abhängig vom Anlagebetrag. Bein einer dreifach gestaffelten Verzinsung werden zum Beispiel Guthabenanteile bis 50.000 Euro mit 3,0 Prozent, Guthabenanteile von 50.000 bis 500.000 Euro mit 2,0 Prozent und Guthabenanteile oberhalb von 500.000 Euro mit 1,0 Prozent p.a. verzinst.

Zinsprognose

Die künftige Zinsentwicklung ist ungewiss und kann nicht mit Sicherheit vorhergesagt werden. Dennoch versuchen sich Ökonomen und Finanzexperten immer wieder in Prognosen für die künftigen Zinssätze am Markt.

Zinsparität

Die Theorie der Zinsparität unterstellt, dass die in verschiedenen Währungen erzielbare Rendite stets gleich hoch ist, wenn neben dem nominalen Zinssatz auch die vom Markt erwartete Wechselkursentwicklung berücksichtigt wird.

Zinsabschlagsteuer

Banken belasteten bis zum Jahr 2008 Einkünfte aus Zinsen mit einer Steuer in Höhe von 30 Prozent plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer und führten diese ans Finanzamt ab.

Zinsen

Zinsen sind das Entgelt für die Überlassung von Geld durch einen Marktteilnehmer an einen anderen.

Zinseszinsen

Zinseszinsen sind die Zinsen, die Anleger auf bereits in der Vergangenheit gutgeschriebene Zinsen erhalten.

Zinsgewinne

Der Begriff Zinsgewinne wird im Hinblick auf Privatpersonen oft als Synonym für Zinseinkünfte benutzt.

Zinsperiode

Die Zinsperiode gibt an, in welchen Intervallen bei einer verzinslichen Anlage die Auszahlung der Zinsen erfolgt.