Wie das Tagesgeldkonto kündigen?

Da die große Mehrheit der Tagesgeldkonten auf dem deutschen Markt inzwischen kostenlos angeboten wird, können Anleger ihr Konto auch zu jedem beliebigen Datum wieder kündigen. Wichtig ist die Beachtung von Fristen jedoch bei solchen Konten, die noch mit monatlichen Gebühren verbunden sind. Ist hier eine entsprechende Frist versäumt, kann es zu weiteren unerfreulichen Folgekosten kommen, bis die nächste Möglichkeit zur Kündigung besteht. Die Kündigung an sich lohnt sich für die Kunden, weil Neukunden mitunter bessere Zinssätze erhalten als Bestandskunden. Ungenutzte Konten sollten also nicht zu lange gehalten werden.

Auch wenn die Geldanlage Tagesgeld heute als ebenso lukrative wie flexible Möglichkeit des Investierens angesehen wird, kommt es vor, dass Kunden ihr Tagesgeldkonto kündigen möchten. Gründe gibt es viele das Tagesgeld zu kündigen, häufig investieren die Verbraucher ihre Ersparnisse an anderer Stelle und benötigen ihr Tagesgeldkonto schlicht nicht mehr. Die Kündigen des Kontos geht in den allermeisten Fällen unbürokratisch und leicht vonstatten. Wenig Bürokratie bedeutet aber dennoch nicht, dass eine formelle Kündigung unnötig ist.

Auch beim Tagesgeldkonto sollten Bankkunden die schriftliche Kündigung als die sinnvollste Variante erkennen. So sind Belege nutzbar, sollte es infolge der Auflösung des Kontos zu Problemen kommen. Dies ist vor allem dann wichtig, wenn es sich um ein gebührenpflichtiges Konto handelt. Wird die Kündigung hier nicht frühzeitig anerkannt, können bei Versäumen der Fristen Folgekosten entstehen. Die Mehrheit der angebotenen Konten auf dem Markt aber verzichtet auf monatliche Grundgebühren, somit entfallen meist auch Kündigungsfristen, so dass das Tagesgeldkonto jederzeit aufgelöst werden kann.

Wichtig für die Anleger: Einen Anspruch auf Nennung eines Kündigungsgrundes haben die Banken nicht, ebenso wenig bedarf es bestimmter Bedingungen, um ein Konto zu kündigen. Nicht erst im Moment der Kündigung, sondern bereits bei der Eröffnung sollten Anleger Konten vermeiden, bei denen im Falle einer Auflösung Gebühren erhoben werden. Schon vor der Zusendung des entsprechenden Kündigungsschreibens können die Kontoinhaber die Mittel vom Konto auf ein anderes Konto transferieren, um die Abwicklung zu beschleunigen.

Im Kündigungsschreiben selbst neben Kontonummer und Bankleitzahl auch der Name der Bank sowie – sofern es sich um das einzige Konto bei der besagten Bank handelt – der Auflösungswunsch des Freistellungsauftrages zu finden sein. Datum und Unterschrift nicht vergessen. Unterschrieben werden muss der Kündigungsantrag übrigens von allen Kontoinhabern. Im Klartext bedeutet dies: Wird ein Konto von mehreren Personen genutzt, reicht eine einzelne Unterschrift nicht aus. Wird das Tagesgeldkonto von Minderjährigen genutzt, muss auch der oder die Erziehungsberechtigte schriftlich grünes Licht geben.

Das Wichtigste zum Tagesgeld kündigen im Überblick:

  • Kündigen bei den meisten Tagesgeldkonten jederzeit möglich
  • einige Anbieter erheben Kündigungsgebühren und sehen zeitliche Kontobindung vor
  • alle Kontoinhaber müssen der Kündigung zustimmen
  • schriftliche Kündigung besser als telefonische
  • auch an den Freistellungsauftrag denken
  • Eltern müssen bei minderjährigen Kontonutzern mit unterschreiben

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