Die besten Tagesgeldzinsen hier im Vergleich 2017

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beste Tagesgelzinsen im Vergleich finden    

Auf einem Tagesgeldkonto können Sparer kurzfristig benötigtes Geld anlegen. Viele Tagesgeldkonten werden online geführt und die Banken und Sparkassen berechnen in der Regel keine Kontoführungsgebühren. Die Zinssätze sind variabel und können jederzeit geändert werden. Die Höhe der Tagesgeldzinsen hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, sodass es zu regelmäßigen Anpassungen der Zinssätze kommt. Die Kreditinstitute nutzen Tagesgeldkonten zu verschiedenen Zwecken, wodurch die Zinssätze ebenfalls beeinflusst werden. Durch die sofortige Verfügbarkeit der angelegten Gelder können die Kreditinstitute nicht so lange mit dem Geld arbeiten. Daher fallen die Tagesgeld Zinsen oft niedriger aus als die Zinsen für ein Festgeld, wie auch aus den Zinssätzen der Bundesbank hervorgeht.

Warum Banken Tagesgeldkonten anbieten

Interessierte Anleger beobachten zum Teil eine große Spannweite bei den Zinskonditionen für Geldanlagen auf einem Tagesgeldkonto. Das liegt unter anderem daran, dass die Kreditinstitute ein Tagesgeldkonto aus verschiedenen Gründen anbieten:

  • Kundengewinnung
  • Marketingzwecke
  • Geldbeschaffung

Ein attraktiver Zinssatz für Geldanlagen auf einem Tagesgeldkonto weckt die Aufmerksamkeit der Anleger. Da die meisten Tagesgeldkonten online geführt werden, können die Kontoinhaber ein Konto mit wenigen Mausklicks auflösen und ihr Guthaben an einen anderen Anbieter überweisen. Das sogenannte Tagesgeldhopping ist in der Regel kostenfrei, sodass die Sparer schnell bereit sind, den besten Tagesgeldzinsen zu folgen. Das ist auch den Banken bewusst, die durch das Angebot besonders guter Zinssätze versuchen, neue Kunden zu gewinnen. Dabei müssen die Anleger aber beachten, dass die Lockangebote der Kreditinstitute häufig zeitlich begrenzt sind oder dass die Anbieter Bedingungen an den hohen Zinssatz knüpfen. Zu den Bedingungen gehören:

  • Das Angebot gilt nur für neue Kunden, nicht für Bestandskunden
  • Gleichzeitige Eröffnung eines Girokontos als Referenzkonto für das Tagesgeldkonto
  • Führung eines Wertpapierdepots, zum Teil mit einem geforderten Mindestbestand oder nur nach dem Übertrag von Wertpapieren aus einem anderen Depot
  • Anlage eines Mindestbetrages
  • Beachtung eines maximalen Anlagebetrages

Falls ein Kreditinstitut einen Mindestanlagebetrag fordert, wird in der Regel ein Guthaben unterhalb dieses Betrages nicht verzinst. Daher sollten Anleger die Mindestsumme beachten, um Zinsen für die Geldanlage zu erhalten. Viele Anbieter zahlen für Guthaben auf einem Tagesgeldkonto gestaffelte Zinssätze, die sich nach der Höhe des Guthabens richten. Je weiter das Guthaben ansteigt, umso niedriger fallen die Tagesgeldzinsen aus. Oft zahlt eine Bank bis zu einem bestimmten Betrag einen höheren Zinssatz und bei Überschreitung des Limits erhält der Anleger für das restliche Guthaben nur eine geringere Verzinsung.

Banken mit Kapitalbedarf zahlen hohe Tagesgeldzinsen

Auch Bestandskunden können von attraktiven Zinsen profitieren, falls eine Bank Tagesgelder zur Kapitalbeschaffung einsetzt. Vor allem Kreditinstitute, die viele Darlehen vergeben, haben einen erhöhten Finanzbedarf. Statt sich das Geld am Bankenfinanzmarkt zu leihen, nutzen die Institute eigene Kundeneinlagen, um die Gelder als Kredite an andere Kunden zu vergeben. Eine alternative Möglichkeit, neues Kapital zu erhalten, ist die Emission von Anleihen, wie sie zum Beispiel die VW Bank herausgibt. Diese Form der Geldbeschaffung ist für die Banken jedoch mit hohen Kosten verbunden. Die Emittenten müssen einen Wertpapierprospekt erstellen und mit Vertriebskosten rechnen, um die Wertpapiere an die Anleger zu verkaufen. Durch Zinszahlungen und regelmäßige Veröffentlichungspflichten kommen außerdem Folgekosten auf die Banken zu, die Anleihen am Kapitalmarkt platzieren. Daher bevorzugen viele Kreditinstitute die Anhebung der Tagesgeldzinsen, um neue Anleger von sich zu überzeugen. Das gilt auch für Banken aus dem Ausland, die versuchen, über attraktive Zinssätze deutsche Sparer als Kunden zu gewinnen. Auch hier stellen die angelegten Gelder eine günstige Form der Kapitalbeschaffung für die Anbieter dar. Dazu kommt für Banken aus Großbritannien, Skandinavien oder aus Übersee, dass sie sich durch die Geldanlagen ausländischer Sparer günstig Devisen beschaffen können.

Einflussfaktoren auf Tagesgeld Zinsen

Es ist schwierig, die Zinsentwicklung für Tagesgeld einzuschätzen, da die Zinsen für Geldanlagen auf einem Tagesgeldkonto verschiedenen Einflussfaktoren unterliegen:
  • Notenbankzinsen
  • Inflationsraten
  • Gesamtwirtschaftliche Entwicklung (BIP)
  • Sondereffekte
Jede bedeutende Volkswirtschaft der Welt unterhält eine Zentralbank, die für die Geldpolitik und die Währungsstabilität des Landes verantwortlich ist. Die bedeutendsten Zentralbanken der Welt sind:

Europäische Zentralbank (EZB) für die Länder der Europäischen Union (EU) Federal Reverse System (FED) der USA Bank of England Bank of Japan Chinesische Volksbank Schweizerische Nationalbank

Vor allem die Entscheidungen der EZB und der FED, den Leitzins in Europa beziehungsweise in den USA zu erhöhen oder zu senken, haben Folgen für die Tagesgeldzinsen der europäischen und amerikanischen Banken. Der Leitzins ist der Hauptrefinanzierungssatz, also der Zinssatz, zu dem sich Kreditinstitute Geld von der Zentralbank leihen können. Ein niedriger Leitzins hat zur Folge, dass sich die Banken günstig Geld von der Zentralbank erhalten. Daher benötigen die Kreditinstitute weniger Kapital von den Sparern, wodurch die Tagesgeldzinsen sinken. Umgekehrt kann eine Erhöhung des Leitzinssatzes zu einem höheren Zinssatz für kurzfristige und mittelfristige Geldanlagen führen. Dabei müssen die Anleger aber beachten, dass die Banken nicht verpflichtet sind, ihre Angebote nach den Zinssätzen der Zentralbanken auszurichten.

Kommen Strafzinsen für Privatanleger?

müssen Privatanleger bald Strafzinsen zahlen?

Die EZB hat bereits im Juni 2014 Negativzinsen für den Einlagezinssatz eingeführt und hat bis 2016 durch weitere Zinssenkungen auch den Hauptrefinanzierungssatz auf 0,0% gedrückt. In Zeiten sehr niedriger Leitzinsen kommt es vor, dass die Kreditinstitute Strafzinsen an die Zentralbank zahlen müssen, wenn sie dort große Guthaben unterhalten. So beispielsweise Großkunden bei der Commerzbank. Zur Vermeidung der Strafzinsen bieten die Banken nur sehr geringe oder gar keine Zinsen für Tagesgelder, um die Sparer abzuschrecken. Zum Teil verlangen die Anbieter von ihren Kunden sogar ebenfalls einen Strafzins oder eine Gebühr, wenn sich ein zu großes Guthaben auf einem Tagesgeldkonto befindet. Während diese Strafzinsen bisher vor allem Geschäftskunden trafen, denken erste Banken und Sparkassen auch über Gebühren für Privatkunden nach, sobald sich ein bestimmtes Guthaben angesammelt hat. Allerdings müssen vermutlich nur sehr vermögende Privatanleger mit einem siebenstelligen Vermögen damit rechnen, dass die Kreditinstitute die negativen Zinsen der EZB für Geldanlagen an sie weitergeben. Die Auswirkungen von Niedrigzinsen werden kontrovers diskutiert, einen Eindruck dazu gibt dieses Thesenpapier der Hanss-Seidel-Stiftung.

Das Ziel der Sparer ist es, ein Tagesgeldkonto zu finden, bei dem der Zinssatz über der Inflationsrate liegt. Nur so verhindert ein Anleger, dass sein Kapital langfristig an Wert verliert. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht monatlich den Verbraucherpreisindex für Deutschland. Die Preise des virtuellen Warenkorbes werden mit den Preisen des letzten Jahres in demselben Zeitraum verglichen. Die prozentuale Änderung der Preise ist als Inflationsrate bekannt. Auch bei einem Zinsvergleich ist die Inflationsrate ein entscheidender Faktor, sobald sich ein Sparer für die Realzinsen interessiert.

Realzins – eine wichtige Größe für Sparer

Der Realzinssatz setzt sich aus dem nominalen Zinssatz für das Tagesgeld abzüglich der aktuellen Inflationsrate zusammen. Der Realzins kann nur kurzfristig bestimmt werden, weil sich die Inflationsrate monatlich ändert, die Bundesbank hat eine Studie zur Entwicklung der Realzinsen publiziert. Bei einer Inflation von null Prozent entspricht der Realzinssatz den nominalen Zinsen. Bei Tagesgeld Zinsen, die über der Inflationsrate liegen, erzielt der Anleger einen Gewinn. Übersteigt jedoch die Inflation die Nominalzinsen für eine Geldanlage, ergibt sich ein negativer Realzins. Das negative Vorzeichen für den realen Zins ist ein Warnhinweis für Sparer, dass ihr Kapital an Wert verliert. In diesem Fall empfiehlt sich ein Vergleich der Tagesgeldzinsen, um einen Anbieter mit einem höheren Zinssatz zu finden.

Aktuelle Tagesgeldzinsen werden auch durch die nationale wirtschaftliche Entwicklung beeinflusst. Dabei spielen das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und die Geldmenge einer Volkswirtschaft eine wichtige Rolle. Mit dem Bruttoinlandsprodukt bezeichnen Volkswirtschaftler sämtliche Dienstleistungen und Waren, die eine Volkswirtschaft in einem Jahr herstellt. Wenn die Gesamtgeldmenge des Landes, bestehend aus dem Bargeld, den täglich fälligen und den kurzfristigen Einlagen sowie Geldmarktpapieren und Bankschuldverschreibungen, stärker als das BIP anwächst, so steigt auch die Inflationsrate. Vereinzelt ändern Banken die Zinssätze für ein Tagesgeld auch aufgrund von Sondereffekten, wie ein sinkender Ölpreis oder der Finanzbedarf ausländischer Banken. Da der Warenkorb für die Berechnung der Inflationsrate auch Benzinpreise und Heizkosten beinhaltet, sorgt ein sinkender Ölpreis für eine geringere Inflationsrate. Banken aus Russland oder Südeuropa können ihren Kapitalbedarf durch die Tagesgelder deutscher Sparer decken, die sie mit überdurchschnittlich hohen Zinsen locken.

So erhalten Anleger die besten Zinssätze

Im Internet stehen zahlreiche Vergleichsrechner zur Verfügung, mit denen Anleger die Angebote verschiedener Banken oder Versicherungen für Geldanlagen auf einem Tagesgeldkonto vergleichen können. Die Nutzung der Rechner ist kostenlos und über einen Link kann der Sparer die Seiten des Anbieters aufrufen, der beste Tagesgeldzinsen bietet. Ein Tagesgeldkonto kann ohne Beachtung einer Kündigungsfrist aufgelöst werden. Bei einem Onlinekonto kann der Kontoinhaber das Guthaben auf ein neues Konto überweisen und anschließend das alte Konto schließen. Der Wechsel des Anbieters ist schnell erledigt und der Sparer profitiert von einem besseren Zinssatz.

Die Bedeutung von Zinsintervallen

Bei der Entscheidung für ein Tagesgeld spielen auch die Zinsintervalle eine Rolle. Einige Banken zahlen die Zinsen nur einmal im Jahr aus, während andere Anbieter die Zinszahlungen vierteljährlich oder monatlich ausführen. Bei unterjährigen Zinsen profitiert der Anleger von den Zinseszinsen, sofern die Auszahlung auf das Tagesgeldkonto erfolgt. Dabei müssen die Anleger jedoch beachten, dass bei einigen Tagesgeldkonten ein Referenzkonto bestehen muss, auf das die Zinszahlungen gehen. Falls es sich bei dem Referenzkonto um ein Girokonto handelt, erhält der Bankkunde in der Regel keine weitere Verzinsung.

Die Zinsentwicklung bei Tagesgeld zeigt, dass Online-Banken häufig bessere Angebote bieten als Filialbanken. Das liegt daran, dass die Online-Banken die eingesparten Kosten für Büromiete, Vertrieb und Mitarbeiter an ihre Kunden in Form von höheren Zinssätzen weitergeben. Anleger können auch versuchen, durch Prognoserechnungen die Entwicklung der Tagesgeldzinsen abzuschätzen. Die Prognoserechnung erfolgt anhand einer dieser Methoden:
  • Lineare Regression
  • Neuronale Netze

Beide Methoden gehen davon aus, dass die Leitzinsen und die Inflationsraten die wichtigsten Faktoren sind, die die Tagesgeldzinsen bestimmen. Mithilfe der Programmiersprache R können interessierte Anleger ein Programm erstellen, mit dem sich die Entwicklung der Zinssätze mathematisch berechnen lässt. Diese Berechnungen können eine Hilfestellung bei der Entscheidung geben, die Ersparnisse auf einem Tagesgeldkonto anzulegen.

EZB Zinsentscheidungen

Zinspolitik der EZB: Sitzungen mit Pressemeldungen

  Die Entwicklung der Zinsen hängt neben anderen Faktoren auch von der monetären Politik der EZB, der Amerikanischen Notenbank und der Japanischen Notenbank ab. Für die Zinssätze der deutschen Kapitalmarktzinsen, in etwas geringerem Maße auch die der Geldmarktzinsen ist insbesondere die Zinspolitik der Europäischen Notenbank von Bedeutung. Wir informieren hier über aktuelle Zinsentscheidungen. 19.01.2017 Geldpolitische Sitzung am 19.01.2017: Die EZB läßt den Leitzins unverändert. „Auf der Grundlage unserer regelmäßigen wirtschaftlichen und monetären Analyse haben wir beschlossen, die Leitzinsen der EZB unverändert zu lassen.“