Zum Begriff des Gegenkontos

Girokonto und Tagesgeldkonto sind auch dem normalen Bürger ein Begriff. Mit dem Begriff Gegenkonto können die meisten dagegen kaum etwas anfangen. Für die Buchhalter ist diese Kontoart dagegen von Bedeutung. Die doppelte Buchführung (Doppik) zur Ermittlung der Gewinn- und Verlustrechnung benötigt grundsätzlich zwei Konten. Einfach erklärt, zum einen das Konto, welches die Einnahme oder Ausgabe verursacht als das Hauptkonto und als Gegenkonto das Konto, welches sich dann auf das Betriebsergebnis auswirkt. Geht ein Geschäftsinhaber in einen Laden und erwirbt einen Schreibblock gegen Barzahlung, ergibt sich folgender Buchungssatz: Sollbuchung zulasten „Büromaterial“, Habenbuchung zugunsten „Kasse“. Als Gegenkonto fungiert in den meisten Fällen das Konto „Kasse“ oder „Bank“. Als weitere Gegenkonten existieren allerdings auch Transit- oder Verrechnungskonten sowie das Abschreibungskonto.

Nicht jeder Geschäftsvorfall wirkt sich auf das Betriebsergebnis aus, dennoch verlangt das Handelsgesetzbuch, dass jeder Geschäftsvorfall erfasst wird. Bei durchlaufenden Posten dient das Verrechnungskonto als Gegenkonto für den ersten Buchungsschritt.

Im Rahmen der einfachen Buchführung, wie sie bei einer vereinfachten Einnahmen-Überschussrechnung, beispielsweise bei Kleinunternehmern verlangt wird, entfällt das Gegenkonto. Die Beträge werden direkt dem verursachenden Konto gutgeschrieben. Das Gegenkonto hat damit für den Verbraucher oder Sparer keine Relevanz sondern ist ein spezielles Konto das für die formellen Anforderungen einer sachgerechten Buchführung und Aufbewahrung der Unterlagen erforderlich ist. Die soll nach einem Entwurf aus 2013 des Bundesfinanzministeriums vom auch für elektronische Versionen.

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