Zinsabschlagsteuer – Tagesgeld

Banken belasteten bis zum Jahr 2008 Einkünfte aus Zinsen mit einer Steuer in Höhe von 30 Prozent plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer und führten diese ans Finanzamt ab. Dabei handelte es sich um eine Vorauszahlung auf die tatsächlich zu zahlende Einkommens- bzw. Kapitalertragssteuer.

Der Begriff „Zinsabschlagssteuer“ selbst ist eine im Laufe der Zeit entstandene umgangssprachliche Bezeichnung dafür. Im Steuerrecht selbst taucht er nicht auf. Mit der Einführung der Abgeltungsteuer wurde die Zinsabschlagsteuer hinfällig und auch vom Prinzip her ersetzt. Die Abgeltungsteuer ist keine Vorauszahlung auf die Steuerschuld, sondern gilt diese vollständig ab.